Kochen mit Kaffee

Bislang galt, wer einen richtig guten Espresso machen möchte, der darf diesen keinesfalls kochen lassen, also zu heiß aufbrühen. Und nun das: Gekochter Kaffee zu Lachs, Gemüse, Fleisch und Puddingcreme. Und der bringt richtig tolle Genussmomente, wenn man ihn denn richtig einsetzt.

Zunächst ist es wichtig, sich auf die Grundlagen zu besinnen. Zum Kochen eignet sich am besten die Kaffeebohne. Diese lässt sich in einer Soße aufkochen, in Ölivenöl schwenken oder auch raspeln. So entsteht der reine Kaffeegeschmack, der sich dann auf das Essen überträgt. Je länger eine Kaffeebohne geröstet wird, desto intensiver und bitterer fällt ihr Aroma aus. Für den Anfang also besser auf eine milde Bohnensorte umsteigen und diese erst kurz vor Vollendung des Gerichts zugeben. Eine Ausnahme bildet das Kaffeeöl. Das muss extra lange schwenken, dafür hält es sich dann auch sehr lange in der Flasche frisch. Wenn man denn bereit ist, etwas Zeit in die Herstellung zu stecken. Für einige Gerichte, wie zum Beispiel eine Kaffeesauce kann es hilfreich sein, zunächst den Kaffee aufzubrühen und ihn dann einreduzieren zu lassen. Dann entwickelt sich im Laufe der Reduzierung ein formvollendeter Geschmack. Beim Aufbrühen des Kaffees ist es wichtig, auf die Qualität zu achten und ihn deutlich stärker zu kochen, als man dies beim Morgenkaffee tun würde.

Geschmack auf ganz neuen Ebenen

Wenn man sich also traut, lassen sich immer neue spannende Kaffee-Rezepte entdecken. Wer die Verwendung von starken Espressi noch vom klassischen Tiramisu kennt, der weiß welche leckeren Desserts sich noch mit Kaffee herstellen lassen. Im Grunde genommen passt er in vielfältiger Weise perfekt zu süßen Gerichten, da er dem ganzen eine bittere Note gibt und damit das Geschmackserlebnis auf eine neue Ebene hebt. Puddings lassen sich hier ebenso gut verfeinern wie Eis oder Kuchen. Grundlegend gilt, Wert auf die Kaffeebohne zu legen. Stimmt die Qualität nicht, so wirkt sich das auf den Rest des Essens aus. Da also nicht sparen, sondern mutig zugreifen und die tollsten Gerichte kreativ am Herd umsetzen.

Bildurheber: dimasobko / 123RF Standard-Bild

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