Maibowle – ein ganz besonderer Genuss

Der Gedanke an Maibowle bringt unweigerlich eine Verbindung zum Waldmeister mit sich. Dass Waldmeister aber auch völlig anders aussehen kann als giftgrün, beweist das leckere Getränk auf eindrucksvolle Weise.

Wer seinen Gästen etwas ganz Besonderes servieren möchte, bereitet leckere Maibowle zu. Allerdings sind die frischen Zutaten dafür leider nicht ganzjährig in der Natur zu finden. Eine ganz bestimmte Pflanze lässt das Getränk zu einem sehr speziellen Geschmackserlebnis werden.

Frischer Waldmeister für den Extrakick

Wer eine Maibowle zubereiten möchte, sollte dieses Vorhaben auf den Wonnemonat Mai verschieben. Denn zu dieser Jahreszeit wächst eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste Zutat für die leckere Bowle. Es handelt sich um Waldmeister, der idealerweise vor der Blüte gesammelt werden sollte. Die Büschel werden anschließend über Nacht zum Trocknen aufgehängt und später der Bowle zugefügt. Werden sie vor der Blüte gepflückt, sind die Blätter besonders kräftig im Geschmack und geben ein leckeres Aroma.

Waldmeister ist vielen nur als giftgrüne Zutat in Götterspeise bekannt. Aber in diesem Kraut steckt eine wahre Geschmacksexplosion. Die Pflanze ist aber auch mit Vorsicht zu verwenden. Wer es hier zu gut meint und zu viel Waldmeister in die Bowle gibt, könnte starke Kopfschmerzen bekommen. Denn im Waldmeister ist Cumarin enthalten, das diese auslösen kann. Deshalb sollten nicht mehr als 3 Gramm Waldmeister pro Liter verwendet werden.

Wer seinen Waldmeister ganz frisch selbst pflücken möchte, sollte sich im Unterholz von Buchenwäldern auf die Suche begeben. Dort wächst die Pflanze am liebsten in großen Gruppen und wird etwa 15 – 25 Zentimeter hoch.

Maibowle besteht hauptsächlich aus Weißwein, Sekt und Waldmeister. Der Weißwein wird in das Bowlegefäß gegeben. Anschließend wird der getrocknete Waldmeister kopfüber, als Strauß gebunden, in den Weißwein gehängt. Dort verbleibt er ein bis zwei Stunden und gibt sein Aroma ab. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass ausschließlich die Blätter mit dem Weißwein in Berührung kommen. Denn die Stiele könnten durch ihre Bitterstoffe für einen unangenehmen Beigeschmack in der Bowle sorgen. Anschließend wird der Waldmeister entnommen und die Bowle mit Weißwein und Sekt aufgefüllt. Für einen besonderen Geschmack und als optisches Highlight könnten auch Erdbeer- oder Johannisbeerblüten, Salbei, Minze oder Estragon zugegeben werden.

Bildurheber: zrenate

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